Impfen gegen die COVID-19 Pandemie

Wer kann sich impfen lassen?

Wir können allen unseren PatientInnen ein Impfangebot machen. Zu beachten ist, ab welchem Lebensjahr die Impfstoffe zugelassen sind. Kinder und Jugendliche (12-16 Jahre) werden in unserer Praxis geimpft, wenn zuvor ein Aufklärungsgespräch bei unserem Kinderarzt Professor Buchhorn erfolgt ist. Für eine Terminvereinbarung wählen Sie bitte die 07947/91900. Der Impftermin kann nach dem Gespräch erfolgen und kann online gebucht werden.

Welchen Impfstoff bekomme ich?

Zur Auswahl stehen aktuell Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Vaxzevria® von AstraZeneca. 

Nach aktuellen Studienergebnissen ist die Immunantwort nach heterologem Impfschema (Vaxzevria/mRNA-Impfstoff) der Immunantwort nach homologer Vaxzevria-Impfserie (2 Impfstoffdosen Vaxzevria) deutlich überlegen.

Wer wird mich impfen?

Die Erstimpfung wird ausschließlich von geschulten ÄrztInnen vorgenommen.

Was muss ich zum Impftermin mitbringen?

  • Aufklärungsmerkblatt und Einwilligungsbogen bitte ausdrucken, aufmerksam lesen, ausfüllen und unterschrieben zum Impftermin mitbringen.
  • Personalausweis
  • Impfpass, falls vorhanden

Wo finde ich die Dokumente, die ich mitbringen muss?

Wie kann ich mich für die Impfung anmelden?

  • Voraussetzung für eine Anmeldung zur Impfung für Kinder und Jugendliche ist, ein Beratungsgespräch bei unserem Kinderarzt.
  • Um die Terminvergabe für unsere PatientInnen so schnell und unkompliziert wie möglich zu organisieren, wird das Termin-Management ausschließlich online erfolgen. Bitte klicken Sie auf den unten stehenden Link und melden Sie sich auf der Plattform an. Im Anschluss können Sie bequem ihren Termin buchen und verwalten.

FAQ

Die Impfung schützt vor COVID-19.
Die Impfung ist der sicherste Weg, um einen Schutz vor COVID-19 aufzubauen.
Die Impfung trägt bedeutend zur Eindämmung der Pandemie bei.

Wir nutzen ausschließlich den mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer (Comirnaty) und den Vektorimpfstoff von AstraZeneca (Vaxzevria).

Für eine vollständige Immunisierung sind mit dem mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer (Comirnaty) zwei Impfstoffdosen notwendig. Eine zweite Impfstoffdosis muss in einem bestimmten Abstand zur Vervollständigung der Impfserie verabreicht werden.

Nach aktuellen Studienergebnissen ist die Immunantwort nach heterologem Impfschema (Vaxzevria/mRNA-Impfstoff) der Immunantwort nach homologer Vaxzevria-Impfserie (2 Impfstoffdosen Vaxzevria) deutlich überlegen.

Comirnaty (BioNTech/Pfizer) – Impfabstand: 3-6 Wochen

Vaxzevria (AstraZeneca) – Impfabstand: 9-12 Wochen

Heterologes Impfschema (Vaxzevria/mRNA-Impfstoff) – Impfabstand: ab 4 Wochen

WICHTIG: Entscheiden Sie sich für ein heterologes Impfschema, müssen Sie die Aufklärung- und Einwilligungsbogen erneut ausfüllen.

Es ist davon auszugehen, dass Personen, die von COVID-19 genesen sind, zumindest vorübergehend über einen gewissen Schutz vor einer Erkrankung verfügen. Aufgrund dieser anzunehmenden Immunität sollte eine einmalige Impfung von Personen mit durchgemachter Infektion (labordiagnostisch gesichert) frühestens 6 Monate nach Genesung erwogen werden. Die Impfung wurde von diesen Personen nicht schlechter vertragen als von primär seronegativen StudienteilnehmerInnen.

Kinder und Jugendliche werden erst nach einem ausführlichen Aufklärungsgespräch mit unserem Kinderarzt geimpft.

Ja. Aufgrund der bestehenden Immunität nach durchgemachter Infektion kommt es durch die 1-malige Boosterung durch die Impfung zu einer sehr guten Immunantwort.

Bei PatientInnen unter Antikoagulation soll die Impfung mit einer anschließenden festen Komprimierung der Einstichstelle über mindestens 2 Minuten erfolgen. Schwere Nebenwirkungen sind nicht zu erwarten.

Nach derzeitigem Kenntnisstand bieten der COVID-19-mRNA-Impfstoff (Comirnaty, BioNTech/Pfizer), eine hohe Wirksamkeit von etwa 95%.

Wie bei jeder Impfung, können auch nach der COVID-19-Impfung Impfreaktionen und Nebenwirkungen auftreten. Impfreaktionen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und halten wenige Tage an. Die STIKO hat die Evidenz für den Comirnaty Impfstoff (BioNTech/Pfizer) bewertet. Bezüglich der Sicherheit wurde die Häufigkeit von Impfreaktionen und Nebenwirkungen, die innerhalb von bis zu 14 Wochen nach Verabreichung des Impfstoffs auftraten, bei Geimpften mit einer Placebogruppe verglichen.
Die häufigste lokale Reaktion war Schmerzen an der Einstichstelle (Impfung: 83 %; Placebo: 14 %). Unter den systemischen Reaktionen waren Abgeschlagenheit (Impfung: 47%; Placebo: 23%) sowie Kopfschmerzen (42 % vs. 23 %) die häufigsten Ereignisse. Fieber trat nach der ersten Impfdosis seltener (Impfung: 4%; Placebo: 1%) als nach der zweiten Impfdosis (Impfung: 16%; Placebo: 0%) auf. Insbesondere schwere unerwünschte Ereignisse mit hohem Schweregrad und solche, die als lebensbedrohlich klassifiziert wurden, traten in der Impfstoff- und Placebogruppe gleich häufig auf. Weder in der Impfstoff- noch in der Placebogruppe traten Todesfälle auf, die auf die Injektion des Impfstoffs oder der Kochsalzlösung zurückzuführen waren.

Daten aus Zulassungsstudien wie auch aus Untersuchungen im Rahmen der breiten Anwendung belegen, dass die in Deutschland zur Anwendung kommenden Impfstoffe SARS-CoV-2-Infektionen in einem erheblichen Maße verhindern. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Person trotz vollständiger Impfung PCR-positiv wird, ist bereits niedrig, aber nicht Null. In welchem Maß die Impfung darüber hinaus die Übertragung des Virus weiter reduziert, kann derzeit nicht genau quantifiziert werden. Auf Basis der bisher vorliegenden Daten ist davon auszugehen, dass die Viruslast bei Personen, die trotz Impfung mit SARS-CoV-2 infiziert werden, stark reduziert und die Virusausscheidung verkürzt ist. In der Summe ist daher das Risiko einer Virusübertragung stark vermindert.

Bei allen Impfstoffen können nach Anwendung allergische Reaktionen auftreten. In die Gruppe der allergischen Reaktionen fallen sowohl passagere lokale Überempfindlichkeitsreaktionen nach der Impfung als auch schwerwiegende potentiell lebensbedrohliche Sofortreaktionen (Anaphylaxie). Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), das in Deutschland für die Sicherheitsbewertung von Impfstoffen zuständig ist, gibt die durchschnittliche Häufigkeit von anaphylaktischen Reaktionen nach der Verabreichung von derzeit in Deutschland zugelassenen Impfstoffen mit 0,4 bis 11,8 pro 1 Million Impfstoffdosen an.
Während in den Zulassungsstudien für die mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 keine anaphylaktischen Reaktionen auftraten, wurde seit ihrer Einführung über vereinzelte anaphylaktische Reaktionen bei Geimpften berichtet. Die anaphylaktischen Reaktionen traten kurz nach der Impfung auf und mussten ärztlich behandelt werden. Bislang gab es keine tödlichen Verläufe von Anaphylaxien nach der Verabreichung von COVID-19 Impfstoffen.
Laut den Einschätzungen des Paul-Ehrlich-Instituts bei Impfung mit Comirnaty (BioNTec/Pfizer) kein generell erhöhtes Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen für Personen mit bekannten Erkrankungen aus dem allergischen Formenkreis abzuleiten.

ExpertInnen gehen aufgrund der Erkenntnisse aus Studien mit anderen Impfstoffen davon aus, dass eine prophylaktische Gabe von fiebersenkenden oder schmerzlindernden Medikamenten nicht empfehlenswert ist.

Ja, auch Frauen mit Kinderwunsch können sich gegen COVID-19 impfen lassen. Die verfügbaren COVID-19 Impfstoffe wurden an Erwachsenen – auch Frauen mit Kinderwunsch – getestet und für sicher und wirksam befunden.

Es gibt aktuell keinen Hinweis darauf, dass eine stillende Frau anders auf die Impfung reagiert als eine nicht-stillende Frau. Zudem finden sich keine gehäuften Reports, dass Stillende besondere Nebenwirkungen hätten. Auch ist kein negativer Einfluss der Impfung auf das Stillen selbst oder das Neugeborene zu sehen. In Bayern können Stillende mit einer ärztlichen Empfehlung geimpft werden.
Eltern schützen mit einer Impfung nicht nur sich selbst, sondern so auch ihre noch nicht geimpften Kinder. Auch ein Neugeborenes kann sich natürlich mit SARS-CoV-2 anstecken. Ob es einen sogenannten “Nestschutz” gibt, wenn eine immunisierte Mutter ihr Baby stillt, ist noch nicht wissenschaftlich geklärt. Wie bei allen Medikamenten erfolgt dies in der individuellen Beratung mit der Frauenärztin. Die Besprechung mit der Frauenärztin muss vor dem Impftermin selbständig organisiert werden.

Die STIKO hält es für unwahrscheinlich, dass eine Impfung der Mutter während der Stillzeit ein Risiko für den Säugling darstellt. Zur Impfung-Empfehlung in der Stillzeit liegen ihr aber noch zu wenige Daten vor. Mittlerweile gibt es aber auch Daten, Sekundäranalysen, die die Sicherheit der Impfung auf einem für dieses Kollektiv sehr guten Niveau bestätigen.
In einer israelischen Studie wurden 84 stillende Frauen untersucht, die mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff vollständig geimpft wurden. Bei keiner der Frauen oder der Säuglinge traten ernste gesundheitliche Störungen auf. Die Studie ist im April 2021 im “Journal of the American Medical Association” erschienen.

Schwangere sind in dieser Phase der Entwicklung nie Teil von Impfstudien. Die STIKO wie auch z.B. die WHO berufen sich aber stets auf diese Studien. Für eine solche pauschale Empfehlung fehlt schlicht die Datenbasis.

Schwangeren kann aber nach Nutzen-Risiko-Abwägung eine COVID-19-Impfung angeboten werden, vor allem, wenn ihr Risiko sehr hoch ist, schwer an COVID-19 zu erkranken. Wie bei allen Medikamenten erfolgt dies in der individuellen Beratung mit der Frauenärztin. Die Besprechung mit der Frauenärztin muss vor dem Impftermin selbständig organisiert werden.

Die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangere mit COVID-19-Erkrankung, im Krankenhaus behandelt zu werden, ist erhöht im Vergleich zu Nicht-Schwangeren gleichen Alters. Da Schwangere eine besonders schützenswerte Gruppe in der Gesellschaft sind, sollte auch ihr Umfeld möglichst sicher gestaltet werden, wozu eine Impfung gegen SARS-CoV-2 zählt.
Auch für junge Frauen kann SARS-CoV-2 bzw. COVID-19 gefährlich sein. Zwischen 20 und 39 Jahren gilt: Von 1.000 Frauen erkranken zwei bis acht schwer und müssen im Krankenhaus behandelt werden.

Zurzeit kursiert eine Fehlinformation. Sie besagt, dass die Impfung die Fruchtbarkeit beeinträchtigen kann. Diese Aussage ist falsch. In den umfangreichen klinischen Prüfungen, die vor der Zulassung der Impfstoffe durchgeführt wurden, gibt es keine Hinweise auf das Auftreten von Unfruchtbarkeit. Die Fehlinformation beruht darauf, dass das Protein, welches von den Impfungen kodiert wird, strukturell ähnlich ist wie ein Protein, das für die Fruchtbarkeit wichtig ist. Tatsächlich beschränkt sich diese Ähnlichkeit jedoch auf wenige Abschnitte des Proteins. Solche Ähnlichkeiten treten jedoch sehr häufig auf und sind nicht spezifisch für die COVID-19-Impfung. Würde so eine Ähnlichkeit unfruchtbar machen, dann würde die Infektion mit COVID-19 auch unfruchtbar machen. Dies wurde jedoch weltweit nicht beobachtet (weitere Informationen bei der Universität Jena). Das Paul-Ehrlich-Institut bewertet die Sicherheit dazu so: „Mit dieser Datenlage ist im Rahmen einer Arzneimittelzulassung die bestmögliche Sicherheit für den Ausschluss von Schäden an Fortpflanzungsorganen und von einer Beeinträchtigung der Fortpflanzung beim Menschen gewährleistet.“ Frauen mit Kinderwunsch können sich also gegen COVID-19 impfen lassen.

Menschen, die eine Impfung gegen COVID-19 erhalten, sollten vollständig geimpft werden, d.h. 2 Impfstoffdosen im empfohlenen Abstand erhalten (3-6 Wochen Comirnaty von BioNTech/Pfizer, 4-6 Wochen COVID-19 Vaccine Moderna, 9-12 Wochen COVID-19 Vaccine AstraZeneca), damit eine starke Immunantwort induziert werden kann. Ziel ist es ein Immunescape der Viren, d.h. ein Umgehen der Immunantwort, und damit die Selektion von Escapemutanten, d.h. ein Entstehen von Virusmutanten mit neuen Fähigkeiten, zu verhindern. Die zeitgerecht verabreichte zweite Impfstoffdosis verringert die Wahrscheinlichkeit eines Immunescape wesentlich. Aktuell ist davon auszugehen, dass die verfügbaren Impfstoffe auch gegen die neuen Linien wirksam sind. Für die sich derzeit in Europa stark ausbreitende Linie B.1.1.7 sind die Auswirkungen auf die Effektivität der Impfstoffe als gering bis mäßig einzuschätzen. Die COVID-19-Impfstoffe induzieren neutralisierende Antikörper sowie eine T-Zell-Immunität gegen viele unterschiedliche Bereiche (Epitope) des Spike-Proteins des SARS-CoV-2-Virus. Es wird hier also eine polyklonale Immunantwort induziert. Hierdurch haben einzelne Mutationen in der Regel keinen sehr großen Einfluss auf die Wirksamkeit der Impfstoffe. Da alle verfügbaren COVID-19-Impfstoffe für das Spike-Protein kodieren, ist davon auszugehen, dass die Auswirkungen der Mutationen auf deren Wirksamkeit prinzipiell ähnlich sind. Sollte die Wirksamkeit der Impfstoffe jedoch durch weitere
Mutationen der hier zirkulierenden Viren erheblich absinken, wäre es den Impfstoffherstellern möglich, die verfügbaren Impfstoffe innerhalb weniger Wochen entsprechend anzupassen.

Unser FAQ wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Es handelt sich hierbei nicht um eine ärztliche Beratung. Aufgrund der unklaren Datenlage können wir weder die Richtigkeit noch die Aktualität der Informationen garantieren. Stand: Juni.2021